Jahreslosung 2021

Hoffnung

Hier haben wir es wieder. Immer machen wir denselben Fehler. Wir verwenden in der Kirche diese alten Worte, die keiner mehr versteht. Was heisst das: «barmherzig»? Wie schreibt man das? Instinktiv ahnen wir, dass es irgendwie darum geht, dass Gott es gut meint mit uns. Unser himmlischer Vater hat einen guten Plan für uns. Das bedeutet nicht, dass wir von Leiden verschont werden, sondern, dass Gott auch im Dunkeln bei uns ist. In unserer schwierigen und ausserordentlichen Situation können wir wie sonst nie ahnen, was die Hoffnung auf einen gutmeinenden Gott bedeutet. Wir mussten schmerzlich erfahren, wie zerbrechlich wir Menschenkinder sind. Was wird das neue Jahr uns bringen? Werden wir gesund bleiben? Können wir uns mit denen treffen, die uns lieb sind? Dürfen wir uns noch zum Gottesdienst versammeln? So manches allzu selbstverständlich geglaubtes ist uns entschwunden.

Liebe Leserinnen und Leser, ich kann Ihnen keine Angabe dazu machen, was das bevorstehende Jahr mitbringt. Aber ich kann Ihnen die Hoffnung bezeugen, dass unser Gott mit einem liebenden Blick auf uns schaut. Jeden Tag.

Pfarrer Lukas Michel