Glaube im Alltag

Beichte

Für evangelische Christen ist Beichte eher ungewohnt – aber ein Ritual, das sehr gut tun kann.

Vergebung erfahren und neu anfangen – darin liegt eine große Kraft. Es geht nicht darum, sich klein und hässlich zu fühlen, sondern darum, wieder frei und aufrecht gehen zu können. Gibt es etwas, was mich belastet? Steht etwas zwischen mir und einem anderen; zwischen mir und Gott? Durch das Aussprechen und das Annehmen der Vergebung wird manches leichter und es wird Platz für neue Begegnungen. Beichtmöglichkeiten gibt es in bestimmten Gottesdiensten. Es ist aber auch möglich, bei anderen Christen sein Herz zu erleichtern.

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Auf andere zugehen

Wie schnell verletzt man einen anderen oder wird selbst verletzt. Das kommt in den besten Beziehungen vor: Ein falsches Wort, ein nicht gehaltenes Versprechen – Funkstille. Heute nehme ich mir einen Menschen vor, mit dem es mir so geht. Habe ich ihn verletzt? Hat sie mich gekränkt? Ganz gleich. Ich gehe auf sie zu. Vielleicht schreibe ich einen Brief, oder ich greife zum Hörer und rufe an. Das erfordert Mut. Aber vielleicht wartet der oder die andere ja gerade auf diesen Schritt.

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Vergebung

Vergebung erfahren und neu anfangen – darin liegt eine große Kraft. Es geht nicht darum, sich klein und hässlich zu fühlen, sondern darum, wieder frei und aufrecht gehen zu können. Gibt es etwas, was mich belastet? Steht etwas zwischen mir und einem anderen; zwischen mir und Gott? Durch das Aussprechen und das Annehmen der Vergebung wird manches leichter und es wird Platz für neue Begegnungen. Beichtmöglichkeiten gibt es in bestimmten Gottesdiensten. Es ist aber auch möglich, bei anderen Christen sein Herz zu erleichtern.

Kinder segnen

Dass ihre Kinder behütet und in Frieden aufwachsen, wünschen sich alle Eltern. Als Babys wurde ihnen Gottes Gegenwart zugesagt und sein Segen zugesprochen. Dieser Zuspruch kann immer wieder spürbar werden, wenn wir Kinder im Alltag segnen.

Vor dem Schlafengehen, nach dem Abendgebet kann es ein lieb gewordener Brauch werden, den Kindern ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen und sie Gottes Schutz anzubefehlen: „Gott segne dich heute Nacht“. Noch heute erinnern sich zahlreiche Erwachsene an diesen elterlichen Segen als etwas ganz Besonderes. Ein Segen auf dem Weg zur Schule oder vor größeren Reisen kann den Kindern versichern: Die Mutter denkt an mich – und Gott auch. Den Eltern kann der Segen immer wieder neu in Erinnerung rufen: „Ich bin nicht allein mit der Verantwortung für mein Kind.“

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Beten

Wie ein Tag begonnen hat, so kann er auch zu Ende gebracht werden: Mit einem kurzen Innehalten, einem Tagesrückblick, einem Dank. „Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir", beginnt ein Kirchenlied. Sich das bewusst zu machen, im Kommen und Gehen der Tage den einzelnen Tag zu würdigen, dazu kann ein kurzer Tagesrückblick dienen.

Dabei können folgende Fragen helfen: Was hat mich froh gemacht? Wofür kann ich danken? Was ist offen geblieben? Was nehme ich mit? Und welche Menschen sind mir wichtig gewesen? Für wen möchte ich beten? Nach einer solchen stillen Zeit vielleicht noch ein Vaterunser sprechen und dann aufgeräumt und in Ruhe schlafen.

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Schöpfungsfreude

Gott hat uns diese Erde gegeben …

Schöpfung bewahren, umweltbewusst leben, auf Nachhaltigkeit achten. Wie wäre es, eine Woche lang die Gewohnheiten zu ändern? Eine Woche ohne Plastik. Eine Woche nur mit dem Fahrrad fahren. Den nächsten Unverpackt-Laden suchen. Wasser sparen. Oder auch: einen Spaziergang machen und mit einstimmen in den Jubel des Sonntags. Wie schön die Erde ist – gerade im jetzt!