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Suche Frieden und jage ihm nach!

 

Psalm 34,15

Die Jahreslosung für 2019 ruft uns auf, dem Frieden nachzujagen. In der Regel kann man nur etwas nachjagen, das man nicht schon hat. Der Jäger auf der Suche nach Frieden muss also im Grunde ein recht friedloser Mensch sein, sonst müsste er den Frieden ja nicht suchen. Was ist das – „Frieden“? Anlässlich des zurückliegenden Weihnachtsfests haben wir die Geburt des Friedefürsten gefeiert. Frieden ist etwas Eigenartiges. Alle wollen ihn haben, aber alle sind sich einig, dass wir ihn ermangeln. Ein Blick in die Zeitung genügt: Von einer friedlichen Welt kann derzeit nicht die Rede sein. Jesus Christus hat über den Frieden gesprochen. Dabei hat er unmissverständlich betont, dass er etwas anderes meine, als das, was allgemein als Frieden gelte. „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ Sagte Jesus in Johannes 14, 27. Der Friede, den Christus – der Friedefürst – bringt, ist etwas anderes, geheimnisvolles. Es handelt sich nicht um einen listenreichen Vertrag über den Nichtkriegszustand, den findige Diplomaten ausdenken, um den potentiellen Feind zu täuschen. Der Friede, den Christus bringt, geht tiefer. Christus bringt die Versöhnung des Menschen mit Gott. Die Versöhnung des unvollkommenen Menschen mit Gott, der auf dem Richterstuhl sitzt. Das Erlösungswerk Christi durch Seinen Tod und Seine Auferstehung hat das Böse überwunden und so einen ewigen, tiefen und vollkommenen Frieden gestiftet. In der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes sprechen wir uns diesen Frieden unseres Erlösers gegenseitig zu. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie in diesem Jahr im Grossen oder im Kleinen Botschafterin oder Botschafter dieses Friedens des Christus werden dürfen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesegnetes und friedvolles 2019!

 

Pfarrer Lukas Michel